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Autor Beitrag
Serundi
Ehemaliges Mitglied


New PostErstellt: 07.03.09, 14:55     Betreff: Re: Schon gewusst???? ... allerhand unwichtiges und wichtiges.


Ist ein einzelnes Wassermolekül nass???




Die Antwort ist “Nein”.


Wasser ist nur nass, wenn es flüssig ist und ein einzelnes Molekül
ist nicht dazu in der Lage einen bestimmten Aggregatzustand anzunehmen
(Aggregatzustände= fest, flüssig oder gasförmig)


Eine Flüssigkeit ist definiert als ein Stoff, der formunbeständig
ist, aber volumenstabil. Soll heißen, Flüssigkeiten können sich allen
Formen anpassen, aber fast gar nicht zusammengepresst werden. Eine
Flüssigkeit kommt erst zustande, wenn sich zwei oder mehr Moleküle
zusammenschließen.


Nun könnte man natürlich gegenargumentieren, dass Wasserdampf und
Eis sehr wohl flüssig sind, weil man nasse Hände bekommt, wenn man
damit in Berührung kommt. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit.
Das, was man als Feuchtigkeit wahrnimmt, ist ein Verbund von
Wassermolekülen, der durch Temperaturänderung wieder in den flüssigen
Aggregatzustand gewechselt ist. Wenn Wasserdampf zum Beispiel an den
kühleren Topfdeckel kommt, kühlt er ab und wird wieder zu flüssigem
Wasser.










Käsereibe oder Schaufelbagger



Schon
gewußt? Schnecken haben eine Raspelzunge (Radula). So schleimen sich
die Kleinen ihr Leben lang durch die Gegend und raspeln mit ihrer Zunge
ihr Fütterchen von Steinen und allem anderen, was ihnen so lecker auf
ihrem Weg vorkommt. Wie eine Käsereibe, die Käse reibt.


Dabei ist die Zunge beweglich und mit lauter “Miniaturbaggern” besetzt.
Wie auf einem Förderband werden dann die Krümelchen direkt in den
“Rachen” (Pharynx) befördert.

Natürlich gibt es auch hier wie immer Ausnahmen, die die Regel
bestätigen. Denn es gibt durchaus auch Schnecken, die sich anders ihrer
Nahrung bemächtigen.

Und nicht nur Schnecken raspeln sich so durch ihr Leben.

Die meisten Weichtiere (Mollusca) haben eine. Mit wenigen Ausnahmen. Um
die Regel zu bestätigen. Wär ja sonst auch zu einfach zu lernen.

Muscheln zum Beispiel haben keine.

Die Radula wird ständig erneuert und nutzt sich so niemals ab. Also
keine Weichtiere, die im Alter nur noch Breichen schlürfen können. Da
sind sie uns Menschen gegenüber mächtig im Vorteil.


(Quelle: Campbell)










Schon wieder eine Maus vor der Tür




Katzen
haben die seltsame Eigenschaft, ihren Herrchen und Frauchen oder auch
anderen geliebten Menschen ab und zu Beute vor die Tür, ins Bett oder
direkt vor die Füße zu legen.


Landläufig wird das als Liebesbeweis gedeutet.

Wissenschaftler gehen allerdings davon aus, dass die Katze damit
ausdrückt, dass man unfähig ist. Unfähig nämlich, sich selbst anständig
zu ernähren.

Was im Grunde ja auch irgendwie als Liebesbeweis interpretiert werden
kann. Immerhin hat sie einen so lieb, dass sie nicht will, dass man
verhungert. Denn davon scheinen sie auszugehen, wenn sie einem Totes
anschleppen.

Bringt sie einem Halbtotes, kann man noch Hoffnung schöpfen. Denn das tut sie
auch. Sie legt die Beute halbtot neben dich und fängt an sie erneut zu
jagen. Was für uns wirkt wie ein makaberes Spiel und uns nur allzu
deutlich macht, dass Katzen immer noch Raubtiere sind, ist eigentlich
nur ihr Versuch uns das Jagen beizubringen.

Bringt sie allerdings tote Beute, ist nach Katzis Meinung Hopfen und Malz verloren.

Also: Das nächste Mal vielleicht nicht ganz so böse reagieren. Sie meints nur gut.










X und U und was die so miteinander zu tuen haben..




Jemandem ein X für ein U vormachen. Gutes altes Sprichwort. Gemeint ist, jemanden zu täuschen, aber wo kommts her?

Eigentlich müsste es heißen, jemandem ein X für ein V vormachen.
Denn ursprünglich bezog sich dieses Sprichwort auf die römischen Zahlen
X und V, also die Zahlen 10 und 5.

Wischt man den unteren Teil des X, also der 10 weg, erhält man ein V und damit eine 5.

Mir wurde einmal die Geschichte erzählt, dass das Sprichwort
ursprünglich aus der Gastronomie kommt, in der es früher den “Deckel”
nicht auf Bierdeckeln, sondern auf Tafeln gab. Auf Tafeln schreibt man
mit Kreide. Trinkt man zuviel, stehen da plötzlich sehr viele Kreide-X,
die natürlich jeden Betrunkenen dazu reizen dürften, da irgendwas
wegzuwischen, damit man weniger bezahlen muss und damit sich am
nächsten Tag noch das Katerfrühstück leisten kann…oder auch Blumen, um
die wütende Ehefrau zu besänftigen. Also schnell die unteren Hälften
des X weggewischt und schon war die Rechnung kleiner.

Nur erwischen lassen sollte man sich nicht. Waren ja noch härtere Zeiten damals…











OKAY




Die amerikanische Floskel “Okay” (O.K.) kommt ursprünglich aus dem
deutschen Verlagswesen, wo Lektoren einen nicht der Korrektur
bedürftigen Text mit “O.K.” (Ohne Korrektur) markierten. Dieser
Ausdruck ist inzwischen wieder in den hiesigen Sprachgebrauch zurück
“gewandert”.


(Quelle: WDR5)












Wie groß werden eigentlich Bäume??





Bäume
sind faszinierend. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Formen,
Größen und Farben. Dabei ist das Aussehen der Bäume oft eine Anpassung
an ihre Umgebung. Kleine, gedrungene wird man wohl häufig an extremen
Standorten finden. An Berghängen zum Beispiel, wo sie Wind und Wetter
trotzden müssen. Die riesigen Bäume der Tropen nehmen nicht umsonst die
Mühen des Höhenwachstums auf sich und die pure Freude am Wachsen ist es
wohl auch nicht. Es ist der Kampf ums Sonnenlicht in einer so dichten
Vegetation, die sie antreibt. Wer am weitesten nach oben kommt, wird am
meisten Licht abbekommen und somit überleben.

Aber wie hoch können Bäume eigentlich werden? Und warum?

Die Antwort: Wissenschaftler haben rausgefunden, dass Bäume maximal eine Höhe von 122 bis 130 Metern erreichen können.


Und der Grund ist physikalischer Natur.

Der Transpirationssog:

Bäume versorgen sich mit Wasser, indem sie es über die Wurzeln aus dem
Boden aufnehmen und durch ein Leitungssystem (Xylem) nach oben
transportieren - in jeden Ast und jedes Blatt. Der Transport erfolgt
allerdings nicht aktiv. Das Wasser verdunstet an der Blattoberfläche
(der Baum transpiriert) und zieht so konstant neues Wasser nach sich.

Diesem Transpirationssog sind allerdings Grenzen gesetzt. Und zwar
durch die Reibung, die das Wasser im Leitungssystem verursacht und
durch die Schwerkraft. Beide Faktoren wirken an der Baumspitze am
stärksten und limitierend auf das Wachstum. Würde der Baum noch höher
werden, würde die geschlossene Wassersäule durch Bläschenbildung
unterbrochen. Unter Botanikern auch als Embolie bekannt, die für den
Baum genauso ungesund ist, wie die Luftembolie beim Menschen, wie sie
zum Beispiel bei Tauchern auftreten kann, die zu schnell wieder
auftauchen.


Benji fragte mich eben noch, woher Bäume denn wissen, wann sie aufhören sollten zu wachsen.

Das schlag ich dann beizeiten mal nach und liefere dann die passende Antwort.










Relationen





Es gibt seltsame Größenverhältnisse. Und manche davon sind so seltsam, dass man sie sich kaum vorstellen kann.

Das Herz eines Pottwals
z.B. ist so groß wie ein Auto und manche seiner Blutbahnen sind so
groß, dass ein Mensch darin schwimmen könnte. Eine durchaus eklige
Vorstellung. Und aber auch ein extremes Größenverhältnis.

Die geheimnisumwobenen Riesenkalmare,
die noch niemand lebend gesehen hat, sind so groß, dass sie einen
normalen Swimingpool komplett ausfüllen würden und nebenbei bemerkt
sind sie eine Delikatesse für ebengenannte Pottwale.

Zumindest könnte man davon ausgehen, dass sie eine Delikatesse sind.
Denn sie wurden schon des öfteren in Pottwalmägen gefunden und wenn man
sich überlegt, wie groß diese Tiere sind und wie schwierig es sein
muss, diese zu jagen - vor allem für ein doch recht schwerfälliges
Tier, wie einen so großen Wal - kann man davon ausgehen, dass sie
zumindest nicht fürchterlich schmecken.


Auch ein extremes Größenverhältnis bieten jegliche Vergleiche von Atomen mit Dingen, die wir kennen und sehen können. Atome sind wirklich aberwitzig klein.

Mal angenommen ich vergleiche einen Strich von einem Millimeter Länge mit dem Empire State Building
und mal angenommen, ich würde den Millimeter genauso aufrecht
hinstellen wie das Empire State Building und mal angenommen ich würde
neben den Millimeter ein Atom auf den Boden legen (wenn man denn
könnte), dann wäre das Größenverhältnis von Atom und Millimeter genauso
lächerlich, wie wenn ich neben das Empire State Building ein Blatt
Papier flach auf den Boden legen würde.


Beide Größenverhältnisse entnahm ich dem Buch “Eine kurze Geschichte von fast allem” von Bill Bryson.
Ein wirklich empfehlenswertes Buch für alle, die sich schon immer für
Naturwissenschaften interessiert haben, aber es irgendwann gelassen
haben, weil es viel zu oft viel zu trocken und langweilig daher kommt.

Und natürlich auch absolut empfehlenswert für alle, die sich noch nie
für Naturwissenschaften interessiert haben, aber keine Wahl haben oder
vielleicht doch, aber mutig sind.












Eröffnung





“Das Staunen ist eine Sehnsucht nach Wissen.”



Das sagte der deutsche Dichter Matthias Claudius im 18.Jahrhundert. Und der englische Philosoph Francis Bacon erkannte schon im 16. Jahrhundert:



“Wissen ist Macht”


Zwei gute Gründe, wie ich finde, sich mit dem, was einen umgibt zu beschäftigen.

Wobei Lernen immer auch Spaß machen sollte, soviel ist klar.




[editiert: 07.03.09, 15:02 von Serundi]
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